23 Touren des Orbit360 2026
ORBIT360 passt zu GravelDeluxe wie Staub an die Wade: Die selbsternannte Space Agency für Gravel, Trailrunning und Bikepacking denkt Routen nicht in Sonntagsrunden, sondern in kleinen Expeditionen mit großem Community-Herz. Seit 2020 schickt ORBIT360 Gravelbiker:innen durch alle Bundesländer, oft auf Strecken, die von Locals gescoutet werden – also dort, wo der Asphalt leise Servus sagt und der Schotter übernimmt. Mehr zu ihren Abenteuern findest du bei uns zur ORBIT360 Gravel Series und dem Gravity Bike Festival, zu den 30 Routen des RIDEFAR 2021 und den RideFAR Community Rides 2023.
Die GRAVEL SERIES 2026 ist entsprechend kein gemütlicher Kaffeefahrt-Katalog, sondern ein ziemlich stattliches Paket: 23 Routen, 3.954 Kilometer, 49.450 Höhenmeter und genug Untergrundwechsel, um Reifenwahl wieder zur Lebensphilosophie zu machen. Von welligen Feldwegen bis zu langen Ausdauerbrocken, von Bundesland-Vibes bis Ultra-Endurance-Kribbeln steckt hier genau diese Mischung drin, die Graveln so schön macht: raus, rein in die Landschaft, kurz fluchen am Anstieg, oben grinsen. Mehr ORBIT360 gibt es auf der Website
- Galactic Moon - scouted by Markus Burkhardt (160 km | 08:39 | 2,390 m)
Dein Abenteuer startet an der Ulrichsbrücke, nur ein paar Meter vom Bahnhof Wendlingen entfernt – perfekt erreichbar mit dem Zug aus Stuttgart oder Ulm. Kaum bist du losgerollt, verlässt du den Asphalt und tauchst tief in den Wald ein. Während du die A8 überquerst, thront die Burg Hohenneuffen bereits am Horizont. Flowige Singletracks an den Bürgerseen ziehen dich durch das Gelände, bevor die Anstiege im Tiefenbachtal deinen Puls nach oben treiben. Die Belohnung folgt prompt: Die Alb steigt vor dir auf, die Burg Teck ist klar im Visier.
Über die Ochsenwanger Steige erreichst du das Plateau und genießt die weite Aussicht über das Neckartal, bevor es wieder bergab geht. Der Weg führt dich weiter durch die malerischen Pfade der Region, vorbei an Nürtingen und durch den Sauhagwald Richtung Esslingen. Nach der Passage der Kraftwerksanlage in Altbach fordern dich zwei weitere Anstiege im Schurwald heraus. Ein kurzer Schlenker durch das Göppinger Land liefert noch einmal frischen Gravel-Flow, bevor die letzte Abfahrt nach Plochingen das Ende des Orbits ankündigt. Der Abschluss rollt entspannt am Neckar entlang zurück zur Ulrichsbrücke.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Markus Burkhardt. Als ehemaliger Ultra-Trail-Runner lebt er den Rhythmus der Trails. Markus ist der Typ „Lone Wolf“ – er sucht nicht das große Rennen, sondern die ungeschönte Natur und die einsamen Pfade. Er kennt jeden Schotterweg und jeden Singletrack in seinem Revier in- und auswendig. Sein Fokus liegt auf echten Erlebnissen, nicht auf Massenevents.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 160 km
- Terrain: 70% Gravel, 29% Road, 1% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 44 mm
- Charakter: Anspruchsvoll, abwechslungsreich, naturverbunden
- Resupply: Shell Tankstelle bei km 0,2, Kiosk an den Bürgerseen bei km 9,4, Gasthaus Burrenhof bei km 38,2, Kiosk Burg Hohenneuffen bei km 41,8, Snackautomat bei km 47,1, Jakobsbrunnen bei km 51,1, Bäcker Oberensingen bei km 73,9, Nahkauf Denkendorf bei km 88, Kiosk Tierpark Nymphea bei km 97,9, Lidl/Aldi Altbach bei km 103,9, Friedhof Reichenbach/Fils bei km 117,1, Brunnen und Bäcker Rosswälden bei km 144 und Biergarten Fischerhütte bei km 159
- Shortcuts: Ab km 104 kannst du die Anstiege im Schurwald und das Göppingen-Segment überspringen; ab km 117 lässt sich der letzte große Anstieg auslassen.
- Achtung: Verkehr direkt nach dem Start und an Landstraßenquerungen, Wanderer auf den schmalen Pfaden bei den Bürgerseen, loser Schotter, rutschiges Kopfsteinpflaster und schnelle Abfahrten verlangen volle Konzentration.
- Schrödingers Schotter - scouted by Lisa Winkler (165 km | 08:01 | 4,560 m)
Dein Abenteuer startet in der Alpenstadt Bad Reichenhall. Am Fuße des Hohen Staufen wartet der erste Test: ein steiler Waldanstieg zur Steiner Alm. Die Beine brennen, ein kurzer Hike-a-Bike gehört zum echten Graveln dazu. Aber der Lohn folgt sofort: flowige Forstwege führen dich zum Falkensee. Du rollst den alten Salinenweg entlang, biegst am Listsee ab und folgst der Saalach Richtung Berchtesgaden. Durch die Felstunnel des Aschauer Höhenwegs verlässt du Deutschland und tauchst ein in Österreich.
Jetzt wird es ernst. Die Rampen ballern mit bis zu 20 % Steigung, aber die Belohnung ist unbezahlbar: klassische Alm-Panoramen bei der Auerweißbachalm und der Hundsalm. Über den legendären Hirschbichlpass geht es zurück Richtung Deutschland. Nach rund 80 Kilometern wechselt der Untergrund. Du rollst mit Warp-Speed auf Tarmac Richtung Hintersee. Achtung: Hier herrscht Linienbusverkehr, also Augen auf. Ein kurzer Stopp am See, der Blick auf den Blaueisgletscher im Rücken, und schon rollst du weiter zum Königssee.
Wer die Extraportion Abenteuer sucht, nimmt den optionalen, aber absolut lohnenswerten Anstieg zur Königsbachalm. Über die Roßfeldpanoramastraße und die Scharitzkehlalm führt der Weg schließlich nach Salzburg. Nach einer Schotterrunde im Naturpark Untersberg und einem letzten Kick entlang der Saalach kehrst du nach Bad Reichenhall zurück.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Lisa Winkler. Man sagt, es gibt Bergauf- und Bergab-Fahrer. Lisa ist definitiv die Bergauf-Expertin. Sie findet ihren Frieden im Endurance-Pace mitten in den Alpen. Ihr Credo: „Anything is a gravel bike if you let it.“ Sie fährt für QOMs, Kuchen und das perfekte Film-Equipment – auch wenn sie nach steilen Abfahrten gelegentlich kurz die Fassung verliert. Ihr Motto: Wilderness before Watts. Und: Niemals unterkoffeiniert starten.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 165 km
- Terrain: 57% Gravel, 38% Road, 5% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 44 mm, 1:1 Übersetzung empfohlen
- Hike-a-Bike: ca. 5%
- Resupply: Piding mit Supermärkten und Fast Food, Schneizlreuth mit kleinen Supermärkten, Listsee als Erfrischung, Auerweißbachalm, Hundsalm und Gasthof Auzinger mit Kuchen und vegetarischen Optionen
- Finale: Latschenwirt nach der Tour – Reservierung lohnt sich.
- Achtung: Technische Abfahrt am Aschauer Höhenweg bei km 54–57, Busverkehr auf der Hirschbichlstraße und viele Wanderer im Naturpark Untersberg.
- Bionic Blaze - scouted by Bianca Sieg (130 km | 08:54 | 2,340 m)
Dein Abenteuer beginnt und endet in Ilsenburg. Aber lass dich von der Distanz nicht täuschen: Dieser Orbit ist ein echter Adrenalinkick. Die ersten Kilometer fordern dich direkt mit einem Mix aus Singletracks und knackigen Anstiegen. Hier ist der Gravel noch richtig „gnarly“, weit weg von glattgebügeltem Asphalt. Doch die Belohnung folgt schnell: starke Ausblicke am Rappbodetal-Stausee.
Nach einem kurzen Hike-a-Bike bei km 57 geht es weiter in den Flow. Ab km 66 wird es „Gucci“ – der Gravel wird smoother, die Uphills sanfter. Doch bleib wachsam: Bei km 104 warten Wurzelpassagen, die volle Konzentration verlangen. Ein absolutes Highlight erwartet dich bei km 115 an der Eckertalsperre – ein letzter kurzer Hike-a-Bike-Moment mit einer Aussicht, die dich alles vergessen lässt. Wenn du die Route im Juli oder frühen August fährst, verwandelt sich die Strecke zusätzlich in ein Meer aus pinken Blüten.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Bianca Sieg – oder kurz: Biebs. Sie liebt das Planen, das Entdecken und das Finden neuer Wege. Für sie ist die Route das Ziel, solange die Natur im Fokus steht. Mit ihrer Leidenschaft für Bikepacking und die Berge hat sie diesen Trail perfekt in Szene gesetzt.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 130 km
- Terrain: 79% Gravel, 15% Road, 6% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 55 mm
- Hike-a-Bike: ca. 1%
- Resupply: Supermarkt und Bäckerei in Benneckenstein bei km 68, Diner in Hohegeiß bei km 75, Diner in Torfhaus bei km 106
- Highlights: Rappbodetal-Stausee bei km 47–58, Silberteich bei km 90, Goetheweg bei km 104, Eckertalsperre bei km 115
- Shortcuts: Wernigerode oder Blankenburg mit Bahnhof eignen sich als Ausstieg, die Rückreise über Hauptstraßen bringt aber deutlich mehr Kilometer.
- Achtung: Singletracks bei km 10, 11, 15, 54, 57 und 104; bei Wurzelpassagen besonders auf Wanderer achten.
- Ring of Fire - scouted by Maya Christofori (188 km | 10:33 | 810 m)
Deine Reise beginnt am Bahnhof Potsdam. Kaum hast du die Stadt hinter dir gelassen, schluckt dich der magische Wald auf. Aber lass dich nicht täuschen: Diese Route ist ein echter Charaktertest. Tiefe Sandpassagen, schmale Singletracks entlang einsamer Wasserwege und Momente, in denen du dein Bike schieben musst, gehören zum Programm. Doch genau hier liegt der Flow. Nach jedem harten Kampf wartet der Belohnungsmoment auf glattem Gravel oder ein spektakulärer Ausblick.
Im Herzen der Tour liegt der Naturpark Nuthe-Nieplitz. Hier zeigt die Natur ihr wahres Gesicht: Mal fährst du durch staubtrockene Passagen, mal kämpfst du dich durch sumpfige Pfade. Die Strecke funktioniert zu jeder Jahreszeit – Winter, Frühling oder Sommer bringen jeweils ihre eigenen Herausforderungen und Schätze mit. Du kannst diesen Orbit als massive Tagestour bezwingen, was ordentlich Kondition und technische Skills verlangt. Oder du nutzt ihn als entspanntes Bikepacking-Abenteuer und übernachtest entlang des Weges.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Maya Christofori. Maya ist der Typ Rider, der die Komfortzone als Startlinie betrachtet. Mit ihrer „How-hard-can-it-be“-Mentalität liebt sie die Herausforderung und einsame Solo-Abenteuer – auch wenn das manchmal leicht an die Grenze des Wahnsinns geht. Wenn du genau diesen Drive suchst, ist diese Tour dein Ding.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 188 km
- Terrain: 61% Gravel, 30% Road, 9% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 57 mm
- Hike-a-Bike: ca. 1%
- Anforderung: Hohe Fitness und technische Skills nötig
- Highlights: Eichberg bei km 13, Kesselberg bei km 27, Wildnisgebiet Jüterbog bei km 62, Zarth Naturreservat bei km 93, Planetal und „kleine Plane“ bei km 119 und 149, Beelitz-Heilstätten bei km 170, Caputh bei km 184
- Resupply: Wasser an der Kirche Stangenhagen bei km 38,5, Tankstelle/Lidl in Luckenwalde bei km 56,5, Wasser an der Kirche Pechüle bei km 89,5, Netto Treuenbrietzen bei km 97, Bad Belzig bei km 137, Netto Brück bei km 153, Tankstelle bei km 177
- Shortcuts: Bahnhöfe in Woltersdorf, Luckenwalde, Altes Lager, Treuenbrietzen, Bad Belzig, Brück und Beelitz-Heilstätten.
- Sigma Delta - scouted by Ricardo Carvalho (210 km | 11:21 | 3,680 m)
Der Startschuss fällt in der Heidelberger Altstadt. Der erste Anstieg führt direkt am berühmten Schloss vorbei, bevor es steil hinunter ins Neckartal geht. Danach zieht dich die Route durch den Kleinen Odenwald, über die Brücke nach Neckargerach und tief hinein in die dichten Waldwege des Südost-Odenwalds. Das Ziel: die malerische Stadt Miltenberg am Main.
Nach dem Eintauchen in die Waldlandschaft wartet die Belohnung: Ein kurzer Abstecher zum Marbach-Stausee bietet die perfekte Gelegenheit für eine Abkühlung. Der Trail führt dich weiter über eine alte, stillgelegte Bahntrasse Richtung Wald-Michelbach. Die letzte große Herausforderung wartet am Weißen Stein – ein kräftiger Anstieg, der sich am Ende mit einer schnellen, flüssigen Abfahrt zurück nach Heidelberg auszahlt.
Gescoutet wurde diese Route von Ricardo Carvalho. Er bringt die perfekte Mischung aus portugiesischer Leidenschaft und deutscher Gravel-Erfahrung mit. Ricardo liebt die harten, langen Kilometer und das „Playing“ im Massenstart. Er lebt in Heidelberg, aber sein Herz schlägt für Trails weltweit – von Portugals Straßen bis zu MTB-Tracks in Deutschland. Sein ultimatives Abenteuer? Das Boom Festival.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 210 km
- Terrain: 69% Gravel, 28% Road, 3% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 42 mm
- Hike-a-Bike: ca. 1%
- Highlights: Heidelberg Altstadt bei km 0, Neckartal bei km 49, Miltenberg Altstadt bei km 115, Marbach-Stausee bei km 159
- Resupply: City-Markt Rüdinger bei km 0,2, Neckargerach mit Rathaus-WC und Bäckerei bei km 49, Supermärkte bei km 63, 117, 145 und 180, Miltenberg Altstadt bei km 115
- Shortcuts: Zahlreiche Auswege, zum Beispiel bei km 49 via B37 oder bei km 145 via B45 Richtung Eberbach.
- Achtung: Technische Abfahrten bei km 7, 8, 123 und 125.
- Rainbow AllRoad - scouted by Martin Knapp (200 km | 11:24 | 4,100 m)
Der Start liegt in Freiburg. Im Osten rollst du los, die Morgensonne im Gesicht. Genieß die ersten sanften Anstiege, aber übertreib es nicht – das „Hell Valley“ wartet schon. Der Schwarzwald zieht dich tief in seine Täler, und der erste Pass gibt dir einen Vorgeschmack auf das, was dich in der zweiten Hälfte des Tages erwartet. Sobald du den ersten Pass hinter dir hast, öffnet sich die Landschaft. Die nächsten 70 Kilometer liefern Raum für High-Speed-Flow auf rollendem Terrain.
Ab Kilometer 105 ändert der Orbit seinen Charakter. Die Täler werden grüner, die Anstiege härter, der Untergrund rauer. Erst bei der Annäherung an Freiburg werden die Kletterpartien kürzer und die Herausforderung endet mit einem epischen Erlebnis der Region. Die Route ist oval angelegt, und die Topografie des Südschwarzwalds lässt kaum echte Abkürzungen zu, ohne das Beste zu verpassen. Also: gut einteilen, genug trinken und nicht gleich am Anfang den Heldenmodus aktivieren.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Martin Knapp – aka „Klickosaurus Trex“. Der 37-jährige Map-Lover und ehemalige Triathlet ist ein echter Overbiker, der 2021 für die perfekten VeloViewer-Tiles nach Freiburg gezogen ist. Mit massiver Erfahrung in Bikepacking-Abenteuern und einer Leidenschaft für extrem lange Rides hat er diesen Orbit perfekt in Szene gesetzt.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 200 km
- Terrain: 55% Gravel, 45% Road, 0% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 47 mm
- Hike-a-Bike: ca. 1%
- Resupply: Shops in Freiburg bei km 0/200, letzter zuverlässiger Brunnen bei km 4,9, Grocery Stores bei km 38,6, Self-Service-Shop bei km 57, Tankstelle und Supermarkt in Häusern bei km 108, Café Zeller bei km 113, Schönau im Schwarzwald bei km 140, Supermarkt bei km 167
- Highlights: Bähnle-Radweg und Klausenbach-Viadukt bei km 53–63, Täler von Mettma, Schlücht und Schwarza bei km 75–106, Dom St. Blasien bei km 113, Blick auf die Südwand des Belchen bei km 152
- Shortcuts: Neustadt (Schwarzwald) bei km 41,2 oder ab km 140 Richtung Zell im Wiesental.
- Achtung: Waldwege können plötzlich steiler und ruppiger werden, Straßenkurven sind oft eng, und in vielen Abschnitten ist der Handyempfang schwach.
- C-Town Course - scouted by Laura Schuffenhauer (159 km | 10:40 | 1,900 m)
Dein Abenteuer startet direkt am Chemnitzer Hauptbahnhof. Der Flow beginnt im Zeisigwald, der dich über kurze, knackige Anstiege Richtung Adelsberg-Turm führt. Von dort aus rollst du über Wald- und Feldwege, folgst den Schotterpfaden ins Wilisch-Tal und spürst den Rhythmus der Strecke. Die Zschopau begleitet dich, während du durch Zschopau und Flöha ziehst. Nach zwei aufeinanderfolgenden Anstiegen wird das Gelände ab Witzschdorf wieder entspannter. Du folgst dem Flusslauf durch Frankenberg bis nach Zschöppichen, bevor die Hügel erneut rufen.
Die Route ist ein echter Mix aus Gravel, Asphalt und Singletrack. Du ziehst durch offene Felder Richtung Limbach und den Oberwald, passierst die A4 und tauchst tief in den Rabensteiner Wald ein. Hier überquerst du Teile des Heavy24-Kurses und spürst den echten Trail-Vibe. Der finale Abschnitt führt über den Kaßberg und das Wasserschloss Klaffenbach zurück in die Stadt, vorbei am Karl-Marx-Monument, bis du wieder am Ausgangspunkt in Chemnitz ankommst.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Laura Schuffenhauer. Als Chemnitzer Local mit tiefen Wurzeln im Mountainbike-Sport sucht sie genau diese Mischung: grobe, technische Trails, die immer wieder mit belohnenden Aussichten wechseln. Laura weiß, was es heißt, sich durchzubeißen – sie erinnert sich an ihre erste 300-km-Tour, bei der sie einsam am Wegrand weinte, aber den Drive nicht verlor. Genau diesen Spirit bringt sie auf die Strecke.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 159 km
- Terrain: 51% Gravel, 39% Road, 10% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 44 mm
- Highlights: Kunstwerke am Purple Path bei der Dittersdorfer Höhe, Schloss Lichtenwalde, Sachsenburg, Aussicht am Totenstein, Heavy24-Singletrack, Karl-Marx-Monument
- Resupply: Hofladen bei km 18, Bäckerei bei km 44, Picknickplatz bei km 52 und weitere Versorgung entlang der Strecke
- Achtung: Technische Sektionen wie der Heavy24-Singletrack bei km 133 verlangen Fokus; halte die Augen offen für Wanderer.
- Galactic Gelato - scouted by Social Rides Collective (137 km | 08:08 | 2,270 m)
Dein Abenteuer startet am Bahnhof Emmerke. Zu Beginn rollst du entspannt über den Panoramaweg in Hildesheim, genießt die ersten Ausblicke und den weichen Gravel. Doch sobald du den historischen Rennsteig bei Steinberg erreichst, wechselt der Vibe. Der Trail wird wilder, technischer. Du passierst Kloster Marienrode und meisterst schmale Waldpfade sowie die engen Serpentinen kurz vor Winzenburg. Die Selterklippen fordern dich dann richtig: steile Gradienten und felsiges Terrain verlangen volle Konzentration und Kraft.
Nach der technischen Action wartet der Flow. Der Hills Ridge Trail öffnet sich, bietet weite Sicht und die perfekte Gelegenheit, den Rhythmus wiederzufinden. In Gronau (Leine) zieht dich die historische Altstadt in ihren Bann. Hier ist die Belohnung schon in Sicht: ein hausgemachtes, kühles Gelato im Eiscafé Da Ros. Perfekter Treibstoff für den Rest der Tour. Nach der Erfrischung wartet der finale Anstieg über den Roten Berg, bevor der Loop dich zurück nach Emmerke führt.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer vom Social Rides Collective. Für die Crew aus Hildesheim steht die Gemeinschaft im Fokus – gemeinsam rollen, nicht gegeneinander fahren. Mit Jan als Guide, der die Geografie der Region in- und auswendig kennt, bist du in besten Händen. Die Leidenschaft für atemberaubende Ausblicke und das Erweitern der eigenen Grenzen fließt in jeden Kilometer dieser Tour ein.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 137 km
- Terrain: 70% Gravel, 24% Road, 6% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 45 mm
- Highlights: Panoramaweg Hildesheim, Rennsteig bei Steinberg, Kloster Marienrode, Selterklippen, Hills Ridge Trail, Altstadt Gronau, Gelato im Eiscafé Da Ros
- Resupply: Kreiensen bei km 65, Gronau bei km 120 mit Shops, Restaurants und Eis
- Achtung: Technische Stellen und Rennsteig-Passagen werden mit Wanderern geteilt – freundlich bleiben, Flow behalten.
- Taunus Coaster - scouted by Alexander Dackiw (161 km | 09:08 | 2,920 m)
Dein Abenteuer startet am Bahnhof Butzbach. Direkt nach dem Start beginnt die Achterbahnfahrt durch die östlichen Ausläufer des Taunus. Die ersten 73 Kilometer ziehen dich durch dichte Wälder, fordern dich mit knackigen Anstiegen und belohnen dich mit Flow-Passagen und weiten Panoramablicken. Nach dieser intensiven Phase wartet die Erholung: Ein 26 Kilometer langer, flacher Abschnitt durch das Emsbach- und Lahntal lässt dich durchatmen und neue Energie tanken.
In Fürfurt lässt du das Lahntal hinter dir und startest in den zweiten Akt der Taunus-Achterbahn. Die nächsten 62 Kilometer wechseln zwischen Wald und offener Landschaft – immer wieder mit spektakulären Ausblicken. Nach insgesamt 161 Kilometern rollst du wieder am Bahnhof Butzbach ein. Die Beine sind vielleicht schwer, aber der Kopf ist voll mit neuen Eindrücken.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Alexander Dackiw. Er nutzt seine Erfahrung aus zwölf Jahren Straßenrennen und seine Leidenschaft für Routenplanung, um diese Herausforderung zu erschaffen. Für ihn ist das Planen solcher Strecken pure Begeisterung – und genau das merkt man jedem Abschnitt an.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 161 km
- Terrain: 68% Gravel, 31% Road, 1% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 45 mm
- Highlights: Hausberg mit Aussichtsturm bei km 11, Lahntal-Passagen bei km 92–102, Möttauer Weiher bei km 120
- Resupply: Butzbach am Start, Selbstbedienungs-Kühlschrank am Forsthaus bei km 4, Supermärkte in Grävenwiesbach, Rod an der Weil und Villmar, Lahntalschänke in Fürfurt, Pizzerien in Weinbach, Gaststätten in Niederselters und Oberbrechen
- Shortcuts: Abkürzung bei km 34 oder direkte Wege Richtung Brandoberndorf bei km 133.
- Achtung: Wurzeln an der Holzbrücke bei km 4, enge Kehren in Aumenau bei km 96 und scharfe Kurven in Laubach bei km 48.
- Infinite Flatlands - scouted by Matze & Laura (211 km | 09:59 | 620 m)
Der Orbit kennt keinen Anfang und kein Ende. Am besten startest du in Oberhausen an der S-Bahn Osterfeld und lässt dich in den Swirl der Unendlichkeit ziehen. Zuerst rollst du entspannt auf leichten Gravel-Pfaden entlang des Kanals. Das industrielle Ruhrgebiet verschwindet langsam hinter dir, während die Wälder näher rücken. Ein echter Zeitstopp erwartet dich in Krudenburg – ein kleines Dorf, in dem die Uhr kurz stehen bleibt, bevor du wieder in den Kosmos des Niederrheins eintauchst.
Hier fordert dich die Strecke heraus: Moon Grass und Sandpits bringen die nötige Action in den Flow. Über den Planetenweg am Reeser Meer geht es Richtung Rees – der perfekte Spot für deinen Resupply. Danach rollst du durch eine andere Galaxie, an klaren Tagen sogar mit Blick bis in die Niederlande. Es geht weiter über marsähnlichen Staub Richtung Rose Biketown – ein absoluter Pflichtstopp für Kaffee, bevor das Münsterland sein charmantes Gesicht zeigt.
Heidelandschaften und Wälder wechseln sich ab, du passierst alte Militärlager und entdeckst die surreale Seenlandschaft des Heidesees. Zum krönenden Abschluss erklimmst du die Halde Haniel. Der Blick über den bezwungenen Orbit ist unbezahlbar. Über autofreie Wege geht es zurück Richtung Gasometer – zurück zum Startpunkt der Unendlichkeit.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Laura und Matze. Die beiden aus Bochum haben sich 2022 bei der Orbit Series kennengelernt und sind heute feste Größen im lokalen Radsport-Club Windkante. Wenn sie nicht gerade den industriellen Charme des Ruhrgebiets erkunden, findet man sie auf Bikepacking-Abenteuern in den Bergen. Mit Erfahrung bei Events wie Dirty Dorsten oder The Unknown Race wissen sie genau, wie man Abenteuer auf zwei Rädern plant.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 211 km
- Terrain: 53% Gravel, 40% Road, 7% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 45 mm
- Hike-a-Bike: ca. 1%
- Highlights: Krudenburg bei km 40, Diersfordter Wald bei km 68, Fietsroute in den Niederlanden bei km 114, Bocholt und Rose Biketown bei km 137, Naturpark Hohe Mark bei km 187, Pfingstsee bei km 195, Halde Haniel bei km 204
- Resupply: Supermarkt in Rees bei km 92, Dutch Fries in Ulft bei km 116, Cafés und Supermärkte in Bocholt bei km 137, Dingden bei km 152, Schäfer Hofladen bei km 158, Imbiss am Hohen Ufer bei km 182
- Shortcuts: Bei km 39 Richtung Osten am Kanal entlang und bei km 181 wieder einsteigen; bei km 78 Richtung Osten und bei km 152 zurück zum Orbit; Bahnhöfe in Bocholt und Dingden.
- Achtung: Sandpit bei km 29; einige Singletracks können bei Nässe rutschig werden.
- Mighty Eierschecke - scouted by Lena Wilhelm (164 km | 10:48 | 2,330 m)
Dein Abenteuer startet in Dresden. Der Zschonergrund ruft, aber pass auf: Die Wege sind oft feucht und technisch. Hier musst du vielleicht kurz vom Rad steigen, um über felsige Bachläufe zu navigieren. Sobald du den Tharandter Wald hinter dir gelassen hast, wird der Kurs Richtung Freiberg und Erzgebirge immer spannender. Ein absolutes Highlight: der Stopp im Eierscheckenhaus. Hier gönnst du dir die sächsische Spezialität – ein echter Energiekick für die folgenden Kilometer.
Die Route führt dich weiter durch eine beeindruckende Abfolge von Seen und Talsperren. Von Lichtenberg über die Lehnmühle bis hin zur Klingenberg- und Malter-Talsperre – das Wasser begleitet dich ständig. Im Spätsommer und Herbst verwandeln sich die Obstplantagen entlang des Weges in ein buntes Erlebnis. Die Höhenmeter fordern dich heraus, aber die Belohnung sind endlose Waldpfade, Blicke auf die Talsperren und das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.
Zum Abschluss gleitest du zurück nach Dresden. Vielleicht nutzt du die Fähre in Kleinzschachwitz oder lässt den Blick vor Pillnitz schweifen, bevor du in der Dresdner Neustadt den Tag ausklingen lässt. Ein Besuch im Kaffee Konkurs mit veganem Kuchen ist das perfekte Finale für diese Tour.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Lena Wilhelm. Lena bringt pure Abenteuerlust mit – zwischen Familienleben, Schule und der Leidenschaft fürs Radfahren. Seit einem Autounfall 2018 ist das Rad für sie mehr als nur ein Sportgerät; es ist Freiheit. Ihre Erfahrung aus Bikepacking-Abenteuern von Wien nach Dresden oder bei extremen Bedingungen wie den Cowlands fließt in jede Linie dieser Tour ein.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 164 km
- Terrain: 56% Gravel, 40% Road, 4% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 45 mm
- Hike-a-Bike: ca. 5%
- Highlights: Eierscheckenhaus, Malter-Talsperre, Obstplantagen im Herbst, Fähre Kleinzschachwitz, Kaffee Konkurs
- Resupply: Netto in der Kamenzer Straße, Edeka in Freiberg und weitere Versorgungsmöglichkeiten entlang der Route
- Achtung: Im Zschonergrund und an der Klingenberg-Talsperre auf Wanderer und Fußgänger achten; im Wildpark Höckendorf bei viel Betrieb Tempo rausnehmen.
- Wendelin Warp - scouted by Rafael Forse (134 km | 07:35 | 2,330 m)
Die Reise startet in St. Wendel und katapultiert dich sofort zurück in den 90er-MTB-Spirit. Keine Zeit verlieren: Die Route führt dich durch stille Dörfer und über rollenden Gravel, bis der Schaumberg mit 568 Metern als erster echter Checkpoint bei km 25 auf dich wartet. Hier beginnt der Rhythmus, den du suchst: knackige, kurze Anstiege, flowige Waldabfahrten und technischer Untergrund, der genau das richtige Pacing verlangt.
Nach dem ersten Test am Schaumberg findest du am Bostalsee bei km 50 einen Moment zum Durchatmen, bevor das Terrain wieder anzieht. Tief im Wald, beim Steinbruch Hellerberg bei km 80, wartet der nächste Panorama-Moment. Doch lass dich nicht täuschen – die Hügel des Saarlandes fordern dich bis zum Schluss.
Die Strecke ist ein Erlebnis für die Sinne. Du rollst über die Straße der Skulpturen, ein beeindruckendes Stück Kunst und Geschichte, das an die Vision von Otto Freundlich erinnert. Ob die mystische Wendalinus-Höhle, die weiten Ausblicke bei km 68 und 78 oder das Naturreservat Tiefenbachtal Osteraue bei km 105 – die Route bietet ständig neue Inspiration.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Rafael Forse. Er reist mit dem Spirit des Entdeckens durch die Welt und hat diese Lines auf 35 mm Reifen perfektioniert. Für ihn zählt genau dieser Mix aus Neugier, Natur und Flow – und davon steckt in diesem Orbit reichlich.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 134 km
- Terrain: 55% Gravel, 43% Road, 2% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 35 mm
- Highlights: Schaumberg bei km 25, Bostalsee bei km 50, Aussichtspunkte bei km 68 und 78, Steinbruch Hellerberg bei km 80, Tiefenbachtal Osteraue bei km 105, Straße der Skulpturen, Wendalinus-Höhle
- Resupply: St. Wendel, Bliesen bei km 12, Theley bei km 33, Oberkirchen bei km 84 und Saal bei km 104 mit Supermärkten, Bäckereien und Restaurants
- Shortcuts: Bahnhöfe in Baltersweiler bei km 4 oder Türkismühle bei km 56.
- Achtung: Abfahrten bei km 25–29, 59–62, 78–82, 100–104 und 119–120 verlangen volle Konzentration.
- Titan Torrent - scouted by Lennart Gensch (181 km | 09:10 | 1,670 m)
Dein Abenteuer startet in Erlangen. Erst rollst du entspannt am Kanal entlang, um die Beine warm zu machen, bevor die Route Richtung Osten ausschert. Jetzt wird es ernst: Die Fränkische Schweiz wartet. Mit dem Walberla links im Blick wartet der erste ordentliche Anstieg, gefolgt von einer rasanten Abfahrt ins Tal bei Egloffstein. Der Weg führt dich durch das Herz der Region – das Wiesenttal. Über Behringersmühle und das malerische Pegnitztal geht es weiter Richtung Pegnitz-Fluss.
Singletrails eröffnen dir plötzlich weite Blicke Richtung Flughafen Nürnberg, bevor der Tennenloher Wald dich sanft zurück nach Erlangen bringt. Ein perfekter, abwechslungsreicher Loop. Das Terrain verspricht Action: Gravel, Asphalt und ein ordentlicher Schuss Singletrack sorgen für Flow. Zwischen km 70 und 73 wartet eine Passage, bei der du das Bike kurz schieben musst – aber wer die Herausforderung sucht, findet hier den perfekten Kick.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Lennart Gensch. Er kennt die Fränkische Schweiz wie seine Westentasche – oft besser als die Einheimischen. Sein Fokus: flowing Trails und epische Aussichten. Mit seiner Erfahrung aus Ultra-Rennen bringt er genau den Vibe mit, den diese Tour braucht.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 181 km
- Terrain: 58% Gravel, 29% Road, 13% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 45 mm
- Hike-a-Bike: Passage zwischen km 70 und 73
- Highlights: Walberla, Burg Egloffstein, Wiesenttal, Pegnitztal, Eislöcher, wilde Pferde und Ziegen, Tennenloher Wald
- Resupply: Ebermannstadt, Pottenstein und Lauf bieten gute Verpflegungsmöglichkeiten entlang der Route.
- Coal Crest - scouted by Season Trail (104 km | 07:51 | 2,080 m)
Gravel-Pfade und Waldwege leiten dich durch sanft rollendes Gelände Richtung Ruhrtal. Bei Kilometer 35 erreichst du den Hasper-Stausee. Ab hier wird es intensiver: Die Route führt dich tiefer in die Ausläufer des Sauerlandes, die Anstiege werden steiler, das Gelände fordernder. Der Glörtal-Stausee bei Kilometer 50 markiert den Wendepunkt.
Von hier aus rollst du zurück Richtung Ruhrtal, vorbei an einer Mischung aus Waldwegen und knackigen Gravel-Passagen. Zum Abschluss gleitest du durch offene Flussauen und grüne Korridore, bis du wieder am Ausgangspunkt in Phoenix West ankommst.
Gescoutet wurde diese Route von Julius Schwarz von Season Trail. Als Mitgründer der Riding-Community Season Trail bringt er genau den richtigen Vibe mit: Es geht ihm um das gemeinsame Erlebnis, die Leidenschaft für das Rad und die Verbindung zur Region. Sein Fokus liegt auf dem, was uns alle antreibt – Bewegung und Community.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 104 km
- Terrain: 54% Gravel, 42% Road, 4% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 50 mm
- Hike-a-Bike: ca. 2%
- Highlights: Phoenix West, Hasper-Stausee, Glörtal-Stausee, Ruhr-Auen
- Resupply: Supermärkte in Hagen-Wehringhausen bei km 25, Restaurant am Glörtal bei km 54, Henkhausen bei km 78 und viele Optionen rund um Phoenix West bei km 0/104
- Shortcuts: Bei km 24 Hagen-Wehringhausen, bei km 53 Richtung Dahlerbrück oder bei km 87 Richtung Ergste.
- Achtung: Flussüberquerung bei km 33,7; technische Passage mit Wurzeln und umgestürzten Bäumen bei km 36,5–37,5.
- The Grape Escape - scouted by Downhilldas (144 km | 09:01 | 2,680 m)
Dein Abenteuer startet in Würzburg. Ohne Umschweife geht es bergauf, direkt hinein in die malerischen Weinberge. Schmale Gravel-Pfade und knackige Trail-Abschnitte am bekannten M-Weg führen dich durch das Maintal Richtung Retzbach. Der Blick über die Reben begleitet jeden Tritt in die Pedale.
Bei Kilometer 24 wartet die erste echte Herausforderung: die Winzerhütte. Hier entscheidest du: weiter in den Flow oder kurze Pause mit einem Glas fränkischem Wein? Danach erwartet dich pure Abwechslung – flowige Singletrails und knackige Anstiege ziehen dich tiefer in die Wälder des Spessarts. In Lohr am Main kannst du deine Vorräte auffüllen, bevor die Route dich durch dichte Spessart-Wälder führt. Nach dem längsten Anstieg der Tour ist die Belohnung am Forsthaus Aurora greifbar nah: kalte Getränke und deftiges Essen warten.
Der Rückweg nach Würzburg ist eine entspannte Mischung aus Waldpfaden, kleinen Dörfern und ruhigen Straßen, die dich Stück für Stück zurück in die Stadt leitet.
Gescoutet wurde diese Tour von Franzi von den Downhilldas. Die starke Frauen-MTB-Community aus Würzburg bringt genau den richtigen Spirit mit: Leidenschaft für den Trail, echtes Community-Gefühl und das unverzichtbare kühle Getränk im Biergarten nach der Fahrt. Dieser Vibe steckt in jedem Kilometer der ORBIT360.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 144 km
- Terrain: 65% Gravel, 29% Road, 6% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 40 mm
- Hike-a-Bike: ca. 1%
- Highlights: Panorama über Thüngersheim und Maintal bei km 23, Winzerhütte Retzbach bei km 24, Klosterkuppel bei km 77, Forsthaus Aurora bei km 79
- Resupply: Winzerhütte Retzbach bei km 24, Lohr am Main bei km 66, Forsthaus Aurora bei km 79, Marktheidenfeld per kurzem Abstecher bei km 104
- Shortcuts: Bei km 25 zurück nach Würzburg via Main-Radweg, bei km 66 Rückreise via Bahnhof Lohr, bei km 105 zurück über asphaltierte Radwege nach Würzburg; zwischen km 66 und 105 lässt sich massiv über den Main-Radweg abkürzen.
- Achtung: M-Weg-Trails bei km 16 sind technisch, ruppig und bei Nässe rutschig; Hexenbruch-Downhill bei km 141 mit Vorsicht und Rücksicht auf Wanderer.
- Baltic Berge - scouted by Nils Thomsen (188 km | 12:13 | 1,270 m)
Der Name ist Programm. Dein GPS zeigt wahrscheinlich knapp unter 2.000 Höhenmeter an. Dein Trip startet in Kiel, wo du die Schwentine überquerst und direkt den ersten Anstieg Richtung Pilsberg in Angriff nimmst. Nach dem steilen Climb folgt die Abfahrt zu den Klippen von Hohwacht. Hier wird es technisch: flowige Singletracks warten auf dich, aber die Klippen verlangen volle Konzentration – und ein paar Hike-a-Bike-Passagen gehören zum echten Gravel-Feeling dazu.
Danach zieht es dich wieder bergauf, während der Bungsberg – der höchste Punkt Schleswig-Holsteins – am Horizont auftaucht. Ab hier wird es fordernd. Die Anstiege werden knackiger, und du rollst durch die majestätischen, teils jahrhundertealten Wälder der Holsteinischen Schweiz. Immer wieder locken versteckte Seen und idyllische Badestellen, während die Route dich durch Eutin führt.
Nach dem Plöner See, dem größten See des Nordens, geht es von Ascheberg aus Richtung Kiel. Aber unterschätze das Finale nicht: Der Rönner Wald fordert dich kurz vor dem Ziel noch einmal richtig heraus.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Nils Thomsen-Habermann. Nils lebt das Graveln seit seiner Kindheit. Mit vier Jahren auf dem Rad, die erste Tour von Kiel nach Glücksburg mit sieben – der Mann ist früh abgebogen. Er kennt die Einsamkeit skandinavischer Wälder und das harte Training von Ultra-Rennen wie dem Atlas Mountain Race. Mit seinem Projekt Hackenpedder und seiner Erfahrung aus 1.000 km um Schleswig-Holstein bringt er genau den richtigen Drive mit.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 188 km
- Terrain: 45% Gravel, 48% Road, 7% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 45 mm
- Hike-a-Bike: ca. 2%
- Highlights: Küstenblick und Meer bei Hohwacht bei km 53, Bungsberg bei km 77, Gut Güldenstein bei km 87, Plöner See bei km 132, einsamer Strand bei km 172
- Resupply: Beach-Imbiss und WC in Hohwacht bei km 53, WC und Restaurant am Bungsberg bei km 77, Trekkingplatz und Wasser in Kasseedorf bei km 102, Eutin bei km 111, Trekkingplatz Kleinmeinsdorf bei km 122, Beach-Imbiss Bosau bei km 132, Ascheberg bei km 155
- Achtung: An den Klippen bei km 55 wird es technisch. Abstand zur Kante halten und konzentriert bleiben.
- Swabian StarRoad - scouted by Raffa from AlbSchotter (183 km | 11:40 | 2,730 m)
Dein Abenteuer startet in Tübingen. Erst rollst du entspannt dahin, dann wartet der erste ordentliche Anstieg auf die Schwäbische Alb. Die Route führt dich an der majestätischen Burg Lichtenstein vorbei, zieht durch Bad Urach bis hin zum Truppenübungsplatz Münsingen. Danach öffnet sich die Landschaft: Über die weiten Flächen der Kuppenalb geht es Richtung Salmendingen, bevor die Rammert-Hügel dich wieder zurück nach Tübingen bringen.
Was dich erwartet: ein Mix aus Gravel und Straße, perfekt für breite Reifen und lange Beine. Die Strecke ist fast durchgehend fahrbar, nur ein winziger Moment fordert dich zum Tragen heraus. Aber pass auf: Die Abfahrten über Ziegelsteine sind schnell, kurvig und verlangen volle Konzentration.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Raffa von AlbSchotter. Als echter Path-Finder hat er die Strecke bei extremen Bedingungen getestet – minus fünf Grad und Schnee, weil normale Menschen da vermutlich Tee trinken. Sein Antrieb: neue Trails finden und Menschen durch das gemeinsame Erlebnis im Sattel zusammenbringen.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 183 km
- Terrain: 46% Gravel, 53% Road, dazu ein kleiner Anteil Singletrack
- Reifen-Empfehlung: bis 50 mm
- Highlights: Burg Lichtenstein, Bad Urach, Truppenübungsplatz Münsingen, Kuppenalb, Rammert-Hügel, Rutschenfelsen, Kapelle in Salmendingen
- Resupply: Biergarten bei Schloss Lichtenstein, Bäcker in Bad Urach, Versorgung in Bernloch und Melchingen
- Achtung: Schnelle, kurvige Abfahrten über Ziegelsteine verlangen Fokus.
- Space Seas - scouted by Jennifer Claußen (177 km | 11:24 | 920 m)
Dein Abenteuer startet am Kieler Hauptbahnhof. Die Route führt dich direkt hinein in das Herz der Holsteinischen Schweiz. Erwarte keine Alpen, aber die ständigen, knackigen Anstiege fordern deine Beine heraus und halten den Puls hoch. Ein absolutes Highlight: der Große Plöner See. Wenn die Sonne brennt, ist das der perfekte Moment, um kurz den Helm abzunehmen, den Blick über das Wasser schweifen zu lassen oder direkt in den See zu springen.
Der Charakter der Strecke wandelt sich, sobald du die weiten, stillen Landschaften des Dosenmoors erreichst. Hier spürst du die echte Einsamkeit und die Weite des Nordens. Aber Achtung: Respektiere die Natur und bleib auf den markierten Wegen, um das sensible Moor-Ökosystem nicht zu gefährden.
Die Strecke ist ein echter Mix aus Gravel, Asphalt und Singletrack. Mit 45 mm Reifen bist du gut gerüstet, um die wechselnden Untergründe zu meistern. Sei aber wachsam – besonders bei Nässe können sich steile Passagen oder schlammige Sektionen wie bei km 160 als echte Herausforderung entpuppen.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Jenny Claußen. Sie hat den Gravel-Bug während der Pandemie erwischt und liebt das Ungezwungene – am liebsten bei Bikepacking-Abenteuern und Übernachtungen unter freiem Himmel. Ihr Scout-Stil ist direkt, echt und genau richtig für diese norddeutsche Portion Abenteuer.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 177 km
- Terrain: 57% Gravel, 33% Road, 10% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 45 mm
- Highlights: Holsteinische Schweiz, Großer Plöner See, Dosenmoor, weite norddeutsche Landschaften
- Resupply: Supermärkte und Tankstellen rund um km 30, km 60 und km 158
- Shortcuts: Bahnhöfe in Plön, Bordesholm oder Felde bringen dich zurück Richtung Kiel.
- Achtung: Bei Nässe werden steile Passagen und schlammige Sektionen, besonders um km 160, schnell anspruchsvoll. Im Dosenmoor unbedingt auf den markierten Wegen bleiben.
- Monastery Triangulum - scouted by Anneke & Uwe Dauter (180 km | 08:24 | 730 m)
Dein Abenteuer startet am Bahnhof Lauenburg. Direkt über der Brücke am Elbe-Lübeck-Kanal geht es los. Die ersten 23 Kilometer auf der Alten Salzstraße dienen als entspanntes Warm-up, um den Kopf freizubekommen. Dann wird es spannend: Ab Kilometer 25 verlässt du die Straße und tauchst ein in das Hellbachtal. Es folgt ein flüssiger, szenischer Flow durch eine Kette von Seen in Richtung Mölln und weiter nach Ratzeburg.
Hier verbindet sich die Route mit dem Klosterdreieck Ratzeburg–Rehna–Zarrentin. Die Landschaft öffnet sich, und eine lohnenswerte Gravel-Abfahrt führt dich nach Rehna – der perfekte Moment, um die Energiereserven für die zweite Hälfte aufzufüllen. Der Weg führt dich weiter durch das Biosphärenreservat Schaalsee bis nach Zarrentin. Danach lässt du das Klosterdreieck hinter dir und steuerst auf Boizenburg und das Elbdeichvorland zu. Das große Finale erwartet dich entlang der Elbe: Die letzten Kilometer rollst du über die legendären Beton-Kolonnenwege direkt am Flussufer.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Anneke und Uwe Dauter. Mit 25 Jahren Erfahrung auf dem Rad – davon 15 Jahre im Cross-Country-Bereich – wissen sie genau, wie man Flow und Herausforderung kombiniert. Ihre DNA aus Events wie Critical Dirt oder Hanse Gravel fließt in jeden Meter dieser Strecke.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 180 km
- Terrain: 66% Gravel, 27% Road, 7% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 44 mm
- Hike-a-Bike: ca. 1%
- Highlights: Alte Salzstraße, Hellbachtal, Mölln, Ratzeburg, Klosterdreieck, Biosphärenreservat Schaalsee, Elbe-Kolonnenwege
- Resupply: Mölln bei km 43, Ratzeburg bei km 57 mit Aral-Bistro und Edeka, Rehna bei km 88 mit Tankstelle, Edeka und Café beim Kloster, Biergarten Seeblick in Lassahn bei km 117, Zarrentin bei km 129, Boizenburg bei km 170 mit Reparatursäule
- Shortcuts: Büchen bei km 15, Mölln bei km 42, Ratzeburg bei km 57 oder Boizenburg bei km 163.
- Achtung: Steiler Waldeingang bei km 28, rutschiger Holzsteg im Hellbachtal bei km 32, Kolonnenwege an der Elbe bei km 173 besonders bei Nässe oder Dunkelheit vorsichtig fahren.
- OWL Oddity - scouted by Thomas Hetmeier (177 km | 09:54 | 2,970 m)
Asphalt ist hier kein Feind – er ist dein Partner für die Erholung. Bevor der nächste Gravel-Climb die Beine fordert, nutzt du die glatten Flächen für sichere Descents und einen Moment zum Durchatmen.
Die Tour startet in Schieder-Schwalenberg oder am Emmersee. Ein sanftes Warm-up entlang der Emmer und über den Nessenberg bringt dich in den Rhythmus, bevor es ernst wird. Es geht hoch zum Moerth – ein echter Lost Place, ein ehemaliger NATO-Raketenstützpunkt, der dich direkt in die Höhe katapultiert. Dann folgt der Gipfelmoment: der Köterberg. Als höchster Punkt der Route belohnt er dich mit einem gewaltigen 360-Grad-Panorama.
Nach der Abfahrt durch das historische Schwalenberg und dem Passieren von Steinheim wartet das Herzstück: Ab km 96 tauchst du in den Naturpark Eggegebirge ein. Über 25 Kilometer Flow auf Waldwegen, mit ständigen Wechseln aus Auf und Ab, lassen dich eins werden mit dem Trail. Zum Abschluss führt der Weg über offene Felder und wechselndes Terrain zu den Türmen auf dem Holsterberg und Hungerberg. Von hier oben blickst du auf die gesamte Strecke zurück.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Thomas Hetmeier. Als erfahrener Roadie mit Leidenschaft für knackige Anstiege und schnelle Abfahrten kennt er die Herausforderung, bringt aber mit seiner Erfahrung als Guide auch die nötige Sicherheit und den Community-Spirit in die Route. Die Strecke ist auf 33 mm Reifen perfekt ausbalanciert.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 177 km
- Terrain: 49% Gravel, 49% Road, dazu ein kleiner Anteil Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 33 mm
- Highlights: Moerth, Köterberg, historisches Schwalenberg, Naturpark Eggegebirge, Holsterberg, Hungerberg
- Resupply: Bäckerei bei km 16 – rechtzeitig auftanken.
- Achtung: Schmale Holzbrücken am Start und technische Passagen im Eggegebirge können bei Nässe tricky werden.
- Motto: No Köterberg – No Orbit.
- Terrestrial Track Work - scouted by Jan Dwinger (200 km | 10:55 | 550 m)
Der Startschuss fällt an der Dornröschen-Brücke in Hannover-Linden. Erst rollst du durch die belebten Straßen der Stadt, doch der Gravel ruft schon bald. Die ersten 20 Kilometer begleiten dich entlang der Leine, bevor du dich durch kleine Wälder und winzige Dörfer schlängelst. Bei km 42 und kurz danach fordern ein paar Höhenmeter die Beine heraus – ein kurzer Moment zum Wachwerden, bevor der Flow wieder einsetzt.
Die Reise führt weiter nach Westen zum Steinhuder Meer. Ab km 75 wartet ein sandiger Abschnitt, der alles fordert. Bei der 100-km-Marke tauchst du ein in das Otternhagener Moor, umgeben von Marschland und tiefer Einsamkeit. Der südlichste Punkt der Tour sind die Koldinger Seen bei km 180. Von dort aus rollst du wieder Richtung Norden durch die Leinemasch, direkt zurück zur Dornröschen-Brücke. Und das Wichtigste: Der obligatorische Kiosk-Stopp auf der Limmerstraße und ein Drink auf der Brücke gehören zum lokalen Ritual dazu.
Gescoutet wurde dieses Abenteuer von Jan Dwinger – oder wie ihn manche nennen: euer bester Freund Baum. Mit der Energie eines erfahrenen Bike Messengers und der Leidenschaft für alles, was rollen kann, bringt er den puren Community-Vibe mit. Ob Trackbike, MTB oder Gravel – Jan lebt die Bewegung.
Die harten Fakten für deinen Ride:- Distanz: 200 km
- Terrain: 54% Gravel, 44% Road, 2% Singletrack
- Reifen-Empfehlung: 50 mm
- Highlights: Dornröschen-Brücke, Leine, Steinhuder Meer, Otternhagener Moor, Koldinger Seen, Leinemasch, Limmerstraße
- Resupply: Wunstorf bei km 29, Rehburg bei km 63, Mardorf bei km 70 und Lehrte bei km 152
- Achtung: Auf den ersten und letzten 10 Kilometern sowie am Steinhuder Meer sind viele andere unterwegs. Bei der Abfahrt um km 53 wartet eine Barriere – nicht zu wild werden.
Fotos und Collection von ORBIT360: