3 Tage knackige Dreiländertour rund ums Rheintal🇨🇭🇦🇹🇱🇮 mit VeloClaudi
Was macht man mit einem verlängertem Wochenende in dem man so viel erleben möchte wie möglich? Na ma fährt am besten ins Dreiländereck zwischen Österreich, Schweiz und Lichtenstein. Denn hier gibt es neben Schotter und Höhenmeter auch richtig viel zu sehen von den Alpen. VeloClaudi beschreibt ihren Tourenvorschlag so:
Das Rheintal ist flach, aber rechts und links erheben sich stattliche Berge, die durchzogen sind von tollen Gravelpisten und ruhigen Nebenstraßen.
In drei Tagen geht es durch drei Länder. Start ist in Appenzell in der Schweiz. Von dort geht es über den ersten Hügel hinunter ins Rheintal. Mit Querung des Rheins geht's nach Vorarlberg in Österreich und direkt hinauf auf den nächsten Hügel. Nach der Abfahrt runter zur Ill nach Nenzing folgt der Aufstieg zum Mattlerjoch. Auf knapp 2000hm befindet sich die Grenze zu Liechtenstein. Es geht abwärts nach Malbun und weiter zurück ins Rheintal nach Vaduz. Noch einmal wird das Rheintal durchquert. Mit der Querung des Rheins geht es zurück in die Schweiz. Ab Buchs geht's wieder aufwärts, hoch ins Toggenburg und weiter bis zum Fuße des Säntis. Von dort ist es nicht mehr weit zurück nach Appenzell.
VeloClaudi ist unsere am meisten vertretene Radlerin - sie bereist die Welt und ihre Wahlheimat die Schweiz und findet immer wieder interessante Bikepacking Touren. Folgt ihren Touren auf Komoot und auf Instagram
Außerden hat sie auch ein Buch mit ihren Lieblingstouren rund um den Bodensee veröffentlich - darüuber könnt ihr hier mehr erfahren.
Tag 1: Appenzell 🇨🇭 - Nenzing 🇦🇹 (57,2 km | 04:08 | 1.280 m) Ab Appenzell Stadt geht's 400 Höhenmeter auf 11 Kilometer auf Schotter und schmalen Nebenstraßen hinauf zum Montlinger Schwamm. Der Blick auf's Rheintal ist nun frei, sogar ein kleines Stück vom Bodensee ist noch zu sehen. Nach der Abfahrt runter nach Rüthi geht es nach der Querung des Rheins nach Österreich. Nach Rankweil startet der zweite Anstieg des Tages. Im Wald geht's nochmal hoch auf über 1000m nach Übersaxen und Dünserberg bis die finale Abfahrt hinunter nach Nenzing folgt. Mehr anzeigen
Tag 2: Nenzing 🇦🇹 - Schaan 🇱🇮 (43,5 km | 04:13 | 1.680 m) Heute wartete eine Höhenmeterschlacht auf mich! Zunächst habe ich noch den Regen ausgesessen, dann ging es ab 13 Uhr direkt von Nenzing aus berauf. Vorbei am Alpencamping Nenzing bog ich nach ca. 3km links weg Richtung Alpe Gamp. Nun hieß es klettern, zunächst auf Asphalt, ab dem Wanderparkplatz dann auf Schotter. Bilanz bis zur Alpe: 13km 1000 Höhenmeter. Oben war ich noch nicht. Nach einem kleinen Snack (die Alpe hat zwei Einkehrmöglichkeiten, ich hatte mir in Nenzing was beim Bäcker geholt) ging es netterweise kurz nochmal bergab und am Ende 2km auf einem Wanderweg tragend und schiebend nochmal 200m hoher bis zum Mattlerjoch. Das Joch bildet die Grenze zwischen Österreich und Liechtenstein, Land Nr. 3 meines Trips. Die Tortur war aber noch nicht vorbei. Erstmal auf Liechtensteiner Seite wieder ein Stück abwärts tragen, dann auf einem Schotterweg kurz abwärts und nochmal ein Stück aufwärts. uff...die Strapazen machen sich bemerkbar. Endlich geht's runter nach Malbun, dem höchsten Ort in Liechtenstein, ein kleiner Skiort. Ich halte mich nicht lange auf und nehme die Straße rasant hinunter nach Steg. Und endlich scheint die Sonne wieder (nach zwei Wochen). Von Steg fahre ich uber den letzten Hügel des Tages und auf einem tarumhaften Panorama Singletrail nach Silum. Ab hier geht's endlich abwärts. Das Rheintal liegt mir im abendlichen Sonnenschein zu Füßen und so rase ich auf perfekten Liechtensteiner Straßen durch Masescha, Rotenboden, vorbei am Schloss Vaduz nach Schaan und verliere dabei 1000 Höhenmeter. Mehr anzeigen
Tag 3: Schaan 🇱🇮 - Appenzell 🇨🇭 (69,1 km | 06:22 | 2.200 m) Tag 3 startet in Schaan in Liechtenstein im Rheintal, und zwar bei Sonnenschein ☀️ Zunächst rolle ich mich im Flachen etwas ein und greuze den Rhein und damit die Grenze von Liechtenstein zur Schweiz. Ab Grabs geht's wieder aufwärts in Richtung Toggenburg. In Wildhaus lässt es sich nach 20km und den ersten 600 Höhenmetern rasten in diversen Restaurants oder beim Spar. Zudem ust der Blick auf die Churfirsten frei! Weiter geht's aufwärts zur Alp Gamplüt (mit Restaurant) und dann das erste Mal recht ruppig abwärts zur Säntisthur. Mit Blick nach oben, zeigt sich die Säntis Spitze! Gerade an die Abfahrt gewöhnt, steigt die Strecke wieder an. Fiese 2km mit 16% warten, zumindest verlaufen sie auf Asphalt. Nach 6km folgt eine Schiebe- und Tragepassage einen kleinen Wanderweg hoch. Wenn es geregnet hat, lässt es sich auch nicht recht fahren bis man am nächsten Haus vorbei ist (in Summe 600m). Danach geht's endlich wieder abwärts und einmal und die Ecke rum. Ein letzter Blick auf die Churfirsten und dann öffnet sich der Blick auf das untere Toggenburg. Auch nach dieser Abfahrt folgt noch ein (vorletzter) Anstieg. Der Risipass steht bevor. Nochmal geht's 3 km mit recht konstanten 9-11% auf Asphalt aufwärts. Ab hier bis nach Appenzell befinden eir uns auf der Panorama Bike Route Nr. 3. Oben angekommen, eröffnet sich ein toller Blick auf den Alpstein und auch die Schwägalp ist schon zu sehen! Leider kommen wir dort nicht ohne Höhenmeter hin. Erst geht's wieder abwärts, dann ein (fast) letztes Mal aufwärts auf der Schwägalp Passstraße bis zur Talstation der Säntis Bahn. Hier lässt sich nochmal pausieren vor den letzten 17km nach Appenzell. Es geht nochmal ein paar letzte (nervige) Höhenmeter rauf und ab der (Halb)Kantonsgrenze zwischen Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden auf die finale Abfahrt über Weiden, Wald und schlussendlich auf der Straße nach Weissbad und Appenzell. Mehr anzeigen
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