3 Gravel-Touren in Graubünden by Gehrig-Twins
Drei Touren, drei Täler, dreimal Graubünden-Premium. Hinter dieser Collection stehen die Gehrig-Zwillinge gemeinsam mit Graubünden Ferien – Leute, die ihre Region nicht nur kennen, sondern leben. Hier geht es nicht um Kilometerfressen, sondern um Linienwahl, Panorama und dieses leise Grinsen, wenn der Schotter genau richtig knirscht. Val Lumnezia startet entspannt über Wiesen und Nebenwege, rund um Sedrun und Disentis wird’s alpiner mit Höhenmetern, Wasser und Bergstrassen, und im Val Müstair setzt die Val-Mora-Runde dem Ganzen die Krone auf. Aussicht zum Anhalten, Luft zum Durchatmen, Untergrund zum Verlieben. 😌
Was Graubünden besonders macht? Ein riesiges, fair geteiltes Wegenetz, echte Berglandschaft statt Alibi-Hügel und Gravel, der von flowig bis fordernd alles kann. Dazu Bahnromantik, Seen, Gipfel – und das Gefühl, dass hier Rücksicht genauso dazugehört wie breite Reifen. Mehr Inspiration aus der Region gibt’s im Artikel auf GravelDeluxe: 10 schmackhafte Gravel-Touren aus dem Graubünden sowie direkt bei den Machern auf graubuenden.ch, Instagram und Facebook.
Alpin Gravel Val Mora- Münstertal (49,8 km | 05:37 | 1.460 m) von Gehrig Twins
Spektakuläre Aussichten auf das Val Mora und die umliegenden hohen Berge sind bei dieser Runde garantiert.
Wir starten im malerischen Bergdorf Müstair. Der erste Teil des Anstiegs führt uns auf ruhigen Wegen in Richtung des Ofenpasses - vorbei an den Dörfern Valchava, Fuldera und Tschierv. Die kurze Abfahrt vom Ofenpass nach Buffalora sorgt für eine willkommene Abwechslung, bevor es wieder hoch geht.
Der folgende steile Weg führt über die Alp Buffalora hinauf zur Hochebene Jufplaun. Bald kommt man zur ersten Wasserscheide Döss dal Termel, wo man den höchsten Punkt der Tour erreicht hat. Die Strapazen des langen Aufstiegs liegen hinter uns. Einen Moment innehalten und die Aussicht geniessen darf man nicht verpassen. Der erste Teil der Abfahrt ins Val Mora ist steil und herausfordernd, das Kies ziemlich tief, nur sehr gute Gravelbiker schaffen es ohne abzusteigen ins Tal.
Bei der Alp Mora findet man während des Alpsommers eine Einkehrmöglichkeit, die einzige im Tal. Es locken feine Käseplättli und Bündner Spezialitäten. Nach der Alp Mora folgt nochmals ein Anstieg. Mit Blick auf Gipfel und Wasserfälle geht es auf dem breiten Schotterweg am Bach Aua dal Val Mora entlang durch das schroffe Tal. Bei Döss Radond erreicht man die zweite Wasserscheide. Dann folgt der Abstieg durch das Val Vau. Wer es abenteuerlich mag, nimmt statt den Kiesweg den Singletrail (Schwierigkeit S0/S1) auf der rechten Seite. Durch Tannen- und Lärchenwald geht es nun zurück zum schmucken Bergdorf Santa Maria im Val Müstair.Val Lumnezia Gravel (37,2 km | 03:52 | 1.330 m) von Gehrig Twins
Wir starten unsere Runde beim Bahnhof in Ilanz und brechen in Richtung Sevgein auf. Die ruhige Teerstrasse bringt uns vorbei am Hofladen der Familie Cadalbert, dort findet man super Snacks für die Fahrt.
Weiterfahrend in Richtung Riein stechen wir vor dem Dorf in einen Kiesweg, der bald in einen Wiesenweg übergeht. Waldboden und einige Wurzeln überquerend enden wir am Ufer des Rheins. Von da aus fahren wir auf der Strasse einige Kilometer in Richtung Vals bis nach Peiden-Bad. Hier beginnt der Anstieg in Richtung Mundaun. Vorbei an den ursprünglichen Dörfern Cumbel und Morissen, bewältigen wir fast 1000 Höhenmeter am Stück. Zum Glück ist die Steigung ziemlich regelmässig. Kurz vor der Bündner Rigi erreichen wir den höchsten Punkt der Tour auf 1618 m. ü. M. Auch die Aussicht erreicht ihren Höhepunkt, die mächtigsten Berge der Region thronen direkt vor uns; der Tödi mit über 3600 Metern Höhe sticht dabei besonders heraus.
Über eine schöne Alpstrasse gelangen wir nun talwärts in Richtung Flond, wo wir in einen breiten Kiesweg einbiegen. Durch Wiesen und Wald geht’s zurück an unseren Ausgangspunkt, dem Bahnhof in Ilanz.Disentis Lukmanier Gravel (51,7 km | 05:12 | 1.410 m) von Gehrig Twins
Wir starten die Runde in Disentis am Bahnhof in Richtung Lukmanierpass. Wer wenig Zeit oder Fitness hat, nimmt eine Abkürzung und fährt mit dem Postauto zur Haltestelle Platta Fuorns. Von dort aus bringt uns der Weg entlang des Rein da Medel auf Singletrails und Wiesenwegen. Über Mutschnengia führt uns eine Serpentinen-Strasse hinauf auf den zweithöchsten Punkt der Tour auf 1618 m. ü. M. Die folgende Abfahrt über einen breiten Kiesweg durch den Wald bringt uns hinunter nach Rueras, wo es sogleich in den nächsten Aufstieg geht.
In Sedrun kommen wir an einem Highlight vorbei, das Bahnviadukt Bugnei. Es ist 120 m lang und überspannt die Val Bugnei mit neun Bogen. Die weitere Route läuft grösstenteils idyllisch entlang der Gleise der Rhätischen Bahn, bevor wir nochmals einen Singletrail-Abstecher oberhalb von Disentis im Val d'Acletta mitnehmen. Zurück am Startort lohnt sich ein Abstecher zum Kloster, welches imposant am Hang thront.
Copyright Foto und Collection von Graubünden, Anita Gehrig,