8x Abseits des Asphalts – Mit dem Gravel Bike Österreich erkunden

Österreich zeigt sich hier von seiner besten Offroad-Seite. Almen statt Ampeln, Seen statt Stoppschilder, Schotter, Waldwege, ordentliche Höhenmeter und zwischendurch auch mal gemütliches Rollen entlang von Flüssen. Vom Tannheimer Tal über den Lech bis ins Thayatal, vom Hallstättersee zur Osterhorngruppe – mal fordernd, mal feierabendtauglich, aber immer mit dieser typischen „Workout auf Österreichisch“-Note. Und ja, die Gespräche auf Hütten und in Gasthäusern gehören genauso dazu wie staubige Beine. Mehr Inspiration zum Thema findest du auch bei GravelDeluxe: https://graveldeluxe.com/gravel-routen/austria-oesterreich-rundfahrt-gravel-bikepacking.
Mehr über Österreichischen Tourismus findet ihr hier: Website, Komoot, Instagram

  • Gravelbike-Tour Tannheimer Tal-Runde (39,6 km | 03:59 | 1.000 m) Die bergige Rundtour führt dich zum Naturjuwel Haldensee und hält einige knackige Anstiege an der Krinnenspitze für dich bereit. Gute Kondition und fahrtechnisches Können im steilen Gelände bergauf und bergab sind Voraussetzungen für diese Runde.
    Ausgehend von Tannheim radelst du auf Asphalt über Innergschwend nach Lumberg. Nach einem kurzen Stück auf der Bundesstraße biegst du auf die herrlichen Schotterwege oberhalb des Haldensees ab, die dich auf die erste Anhöhe hinaufführen. Vorbei an der Hütte Adlerhorst lässt du es anschließend im Wald nach Nesselwängle hinabrollen. In Rauth erwartet dich eine Jausenstation, falls du dich vor der folgenden Bergetappe noch stärken möchtest.
    Auf dem Meraner Steig überwindest du in drei großen Kehren etwa 400 Höhenmeter – angekommen auf der malerischen Krinnenalpe, genießt du wunderbare Weitblicke in Richtung Gaichtspitze. Du hast noch Power in den Waden? Dann folgst du der Forststraße hinauf zur Edenalpe, wobei du nochmal 200 Höhenmeter bewältigst. Die Hütte auf 1.680 Metern mit ihrem spektakulären Panorama ist die Anstrengung wert.
    Kurvig geht es von dort talwärts zum schönen Haldensee, an dessen Südufer ein toller Schotterweg verläuft. Durch den Ort Haldensee gelangst du schließlich zurück nach Innergschwend und dann Tannheim.

  • Schnepfau – rund um den Gopf (24,7 km | 01:59 | 460 m) Diese Tour zeigt sich kurz und höhenmeterreich: Rund um den Gopf durchquerst du schöne Landschaften sowie die Dörfer Schnepfau, Bezau, Mellau und Hirschau. Von Schnepfau aus beginnst du direkt mit einem Anstieg auf die Passhöhe Schnepfegg, die dir eine erste traumhafte Aussicht beschert. Von dort folgst du der kurvigen Straße hinab nach Bizau, um anschließend am schmalen Bizauer Bach wieder bergwärts zu fahren.
    Nach sieben Kilometern wechselst du auf Schotter und trittst über die Langenalp zum Rimsgrund hinauf. Die folgende Abfahrt durch das malerische Rimsbachtal nach Bezau ist ein echtes Highlight. Das letzte Drittel der Tour gestaltet sich entspannt, mit nur wenigen Höhenmetern.
    Bei Ellenbogen überquerst du die türkise Bregenzer Ache, die dich zurück nach Schnepfau begleitet. Teilweise bist du in einer Galerie unterwegs, die die Straße und den Radweg vor Muren schützt. Auf dem Radweg Bregenzerwald fährst du leicht ansteigend nach Mellau und über Hirschau gelangst du zurück nach Schnepfau.

  • Gravelbike-Tour Lechtal-Rundtour (39,9 km | 02:55 | 230 m) Entspanntes Graveln am ursprünglichen Lech mit fantastischen Ausblicken auf die umliegenden Berge verspricht diese Rundtour, die in Stanzach startet. Anfangs bist du überwiegend auf festem Schotter unterwegs und folgst der Route in Richtung Süden. Begleitet vom türkisblauen Lech fährst du über malerische Weiden und durch moosige Wälder. Dabei laden schattige Plätze am Flussufer zum Verweilen ein.
    Dann durchquerst du den Ort Elmen und radelst weiter nach Häselgehr, wo du Einkehrmöglichkeiten und ein Schwimmbad findest. Du wechselst das Flussufer und folgst dem asphaltierten Lechradweg zurück Richtung Ausgangspunkt. Teils rauschst du direkt am Wasser entlang, dann wieder durch grüne Wiesen und Felder.
    Im Anschluss passierst du Martinau, wo der seltene Frauenschuh blüht, und folgst dem Weg in den Wald hinein. Vorbei an mehreren Rasthütten und -plätzen gelangst du zur Forchacher Hängebrücke, die sich grazil über den rauschenden Lech spannt. Nachdem du diesen wenig später auf der Johannesbrücke überquert hast, geht es leicht ansteigend nach Forchach hinauf. Auf Schotter radelst du die letzten Kilometer zurück nach Stanzach.

  • Gravelbike-Tour Nationalpark Thayatal (48,0 km | 03:38 | 690 m) Diese grenzüberschreitende Graveltour führt dich in den Nationalpark Thayatal auf österreichischem und tschechischem Boden. Zudem erwarten dich von den Anhöhen herrliche Ausblicke ins Retzer Land, ins Pulkautal und in den südmährischen Raum. Ausgehend von der schönen Stadt Retz nimmst du die ersten Höhenmeter bergauf unter die Reifen – es geht hinauf zur Retzer Windmühle und anschließend durch das Retzer Hügelland weiter nach Hofern.
    Durch eine offene Felderlandschaft folgst du dem Thayatal Radweg nach Hardegg, der kleinsten Stadt Österreichs. Dort kannst du einen Stopp am Nationalparkzentrum einlegen, bevor du die Thaya und somit die tschechische Grenze überquerst. Steil geht es im Wald aus dem Tal hinaus. In Čížov entdeckst du neben dem Weg Reste des Eisernen Vorhangs und in Lukov gibt es wenig später eine Einkehrmöglichkeit.
    Auf der anschließenden Waldstrecke genießt du teilweise schöne Blicke hinab ins Thayatal und nach einer steilen Abfahrt durch das Weingut Šobes wechselst du ein weiteres Mal das Thayaufer. Umgeben von Weinbergen, trittst du hinauf zum „Heiligen Stein“ und bist nun wieder in Österreich. Der Heilige Stein ist eine alte Kultstätte, an der sich Überreste einer ehemaligen Wallfahrtskirche befinden. Gemütlich radelst du über Oberretzbach zurück nach Retz mit seinen vielen Heurigen und Gasthäusern.

  • S464 Gravel Bike Tour um den Sarstein (45,6 km | 03:51 | 720 m) Vom Startpunkt in Bad Goisern aus hast du bereits einen guten Blick auf den 1.975 Meter hohen Sarstein, den Hauptdarsteller dieser Tour. Dein Plan für heute sieht vor, diesen Berg zu umrunden und dabei die Steiermark und Oberösterreich von ihrer schönsten Seite zu erleben. Auf rund 46 Kilometern fährst du entlang von Bächen, durch romantische Wälder und zu dramatisch kitschigen Aussichten auf Berge und Seen. Ob als Bach, als Fluss oder als See: Das Wasser ist heute dein ständiger Begleiter.
    Nach einem kurzen, flachen Warm-up vom Bahnhof Bad Goisern aus geht es gleich zur Sache und es erwartet dich ein langer Anstieg, der dich über die anfangs asphaltierte, später geschotterte Leislingstraße bis auf über 900 Meter Höhe bringt. Kurz bevor du den kleinen Ort Oberlupitsch erreichst, rollst du über hellgrauen Schotter an beeindruckenden Felswänden vorbei – Bergfeeling vom Allerfeinsten und wie geschaffen fürs Gravelbike. Es folgt eine entspannte Abfahrt in Richtung Altaussee. Hier hast du schon von weitem einen tollen Blick auf den See, den gleichnamigen Ort und den Loser, den beeindruckenden Hausberg im Hintergrund. Ein Abstecher in den Ort oder ans Seeufer lohnt sich – eine hervorragende Gelegenheit für eine Pause und einen kleinen Snack.
    Über Bad Aussee fährst du dann weiter ins Koppental. Hier folgst du zunächst der Koppenstraße, biegst dann aber ab auf einen geschotterten Weg, der dich fernab vom Verkehr entlang des Koppentraun Ufers in Richtung Hallstättersee bringt. Bevor du über den Ostuferweg zurück nach Bad Goisern fährst, lohnt sich ein Stopp im Welterbeort Obertraun. Umrahmt von den hohen Bergen, bietet der Ort eine tolle Kulisse für eine kleine Stärkung. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis ins kühlende Nass des Sees. Die letzten Kilometer sind purer Genuss: Entlang des Hallstättersees genießt du stets eine tolle Aussicht – ein Cooldown-Programm, wie es schöner nicht sein könnte.

  • Panorama Tour um Mittersill (26,8 km | 02:51 | 780 m) Die Panorama Gravel Tour ist eine fordernde, aber nicht überfordernde Tour, die dir einen guten Eindruck über die Schönheit der Region um Mittersill vermittelt. Auf der 27 Kilometer langen Tour, bei der es 780 Höhenmeter zu bewältigen gilt, werden dir wunderbare Ausblicke auf die Gipfel der Hohen Tauern und über das Salzachtal geboten.
    Von Mittersill fährst du die ersten Meter Richtung Osten, überquerst die Salzach und dann geht es auch gleich los mit der Kletterei. Du folgst der alten Passstraße, deren Steigung deinen Kreislauf gleich einmal in Schwung bringt. Du kommst hier an schönen Höfen vorbei, die über die Sonnenseite des Tals verstreut sind. In langen Kehren geht es hier hoch und mit jedem Meter verbessert sich dein Blick auf die gegenüberliegenden Bergriesen der Tauern.
    Nach dem 600-Höhenmeter-Anstieg beginnt am höchsten Punkt beim Wetterkreuz dann der Abfahrtsspaß und du flitzt auf dem leicht abfallenden Weg hinunter Richtung Pass Thurn. Dabei fährst du durch die ursprüngliche Landschaft des sogenannten Bärenfilzes, einem Teil des Hochmoores an den Hängen unterhalb des Rankenkopfes. Wenig später kommst du durch das Wasenmoos, durch das ein Lehrpfad führt. Diesen kannst du zwar nicht mit dem Bike befahren, es lohnt sich aber, das Bike abzustellen und zu Fuß durch das ökologisch wertvolle Gebiet zu marschieren.
    Nach diesem schönen Exkurs in die Welt der Flora und Fauna hast du den Großteil der Runde auch schon hinter dich gebracht. Nun siehst du bereits wieder auf Mittersill und du kannst auf der flotten Abfahrt bereits darüber nachdenken, wo du auf die Tour anstößt.

  • Gravel-Runde vom Wolfgangsee auf die Genneralm (64,2 km | 07:18 | 1.930 m) Diese gut 64 Kilometer lange Runde hat es mit ihren 1.980 Höhenmetern in sich, dafür wirst du entlang der Strecke mit einer herrlichen Landschaft und grandiosen Aussichten belohnt. Herausforderung angenommen?
    Los geht’s in Strobl am Ufer des Wolfgangsees. Von hier führt dich der Salzkammergut-Radweg nach Abersee, die ersten Kilometer kannst du dich entspannt einrollen. Denn nun beginnt der erste Anstieg des Tages. Du kurbelst dich stets weiter bergauf und kommst den umliegenden Gipfeln immer näher. Nimm dir ruhig zwischendurch Zeit zum Verschnaufen – denn ist der erste Anstieg geschafft, folgen noch zwei weitere. Doch erstmal saust du bergab, durchquerst Lämmerbach und nimmst dann den zweiten Uphill in Angriff. Oben auf der Genneralm angekommen, erwartet dich die Posch'n Hütte mit einem süßen Kaiserschmarrn – wenn das mal nicht motiviert.
    Dann geht’s wieder bergab, auf der Alten Postalmstraße durch Schluchten, über Brücken und vorbei an einem Wasserfall. Die Straße ist schon lange für den Autoverkehr gesperrt und bietet dir besten Fahrspaß. Hol hier nochmal tief Luft, bevor du den letzten Anstieg für heute angehst. Oben angekommen, hast du den Wolfgangsee vor Augen. Jetzt heißt es nur noch bergab rollen und am Seeufer entspannen.

  • Osterhornrunde Variation (104 km | 08:52 | 1.830 m) Die Osterhorngruppe in den Salzburger Kalkvoralpen ist bei Mountainbikern schon lange ein beliebtes Ausflugsziel. Die schönen Forststraßen, herrlichen Panoramen und abgelegenen Almen lassen sich aber auch problemlos auf einem Gravel Bike entdecken. Und so ist diese Variation der ausgeschilderten Osterhornrunde die ideale Tour, um in den Genuss unzähliger Gravel Highlights zu kommen.
    Die ersten Kilometer und Höhenmeter sind auf Asphalt zurückzulegen und beinhalten Salzburg-Klassiker wie die kurvenreiche Höhenwaldstraße, die beeindruckende Straße entlang der Strubklamm und den idyllischen Hintersee. Nach dem See geht es weiter in Richtung Talschluss, vorbei an den Orten Hintersee und Lämmerbach – wo du gewissermaßen vor den Toren des Gravel Paradieses stehst.
    Der erste Anstieg auf Schotter ist sehr steil und flacht nur stellenweise etwas ab. Die Straße schlängelt sich durch einen dichten Wald hindurch und gibt erst kurz vor der Genneralm den Blick auf das hinter dir liegende Lämmerbachtal frei. Nach diesem ersten harten Anstieg kannst du in der Posch'n Hütte eine wohlverdiente Pause einlegen, bevor du über Schotterpisten in das vor dir liegende Ackersbachtal abfährst. Je nach Können beinhaltet die Abfahrt eine sehr kurze Schiebepassage.
    Nach der Abfahrt geht es vorerst wellig durch das wunderschöne Ackersbachtal hindurch, bevor du weniger Kilometer später erneut bergab fährst. Der Schotter kann hier abschnittsweise etwas grob und lose sein, weshalb du hier besonders konzentriert abfahren solltest.
    Um zum nächsten Highlight, dem Seewaldsee, zu gelangen, musst du erneut einige Höhenmeter erkämpfen – zuerst auf kurvenreichen Asphaltstraßen und anschließend auf abgelegenen Forststraßen. Aber auch auf diesem Abschnitt wirst du mit abwechslungsreicher Landschaft und einem fantastischen Blick auf das Dachsteinmassiv und das Tennengebirge belohnt.
    Nach einer kurzen Rast am Seewaldsee geht es auf Asphalt weiter in Richtung Trattberg. Diesen lässt du jedoch rechts liegen und fährst über langgezogene Kurven und bei herrlichem Panorama hinunter nach Bad Vigaun. Von dort aus sind es nur noch wenige Kilometer bis Hallein, wo du dem Radweg entlang des Salzachufers wieder zurück nach Salzburg folgst. Und nach diesem Besuch im Gravel Paradies hast du dir eine erneute Einkehr definitiv verdient – Chapeau!

Copyright Foto und Collection von Urlaub in Österreich

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