Toskana Gravel Deluxe – Strade Bianche, Gladiator-Vibes & Montepulciano

Die Tour sieht auf der Karte nach Dolce Vita aus – in echt ist sie ein kleiner Fight. Genau so lieben wir das. Wir rollen in der Nähe vom Lago Trasimeno los, nur einen Katzensprung von Montepulciano entfernt, und wissen: Heute gibt’s Strade Bianche, Hitze und dieses ganz spezielle Toskana-Gefühl. Unser Ziel ist klar – genießen. Die sanften Hügel der Toskana, dazu zwei absolute Highlights: Monticchiello und Montepulciano. Und weil wir schon mal hier sind, nehmen wir den Lago di Montepulciano direkt mit.

Wir starten entspannt in Aquaviva, rollen uns warm auf einer Mischung aus Asphalt und feinem Schotter. Kaum Verkehr, Beine locker – genau richtig, bevor die Toskana zeigt, was sie kann. Und dann: die ersten weißen Schotterstraßen. Strade Bianche, wie aus dem Bilderbuch. Staubig, wellig, wunderschön.

Vor uns bauen sich die Hügel auf, dahinter blitzt Montepulciano durch. Die Sonne meint es ernst heute, aber immer wieder schenkt uns eine Zypressenreihe Schatten. Und plötzlich sind wir mittendrin im Val d’Orcia. UNESCO-Weltkulturerbe – und du verstehst sofort warum. Diese Landschaft wirkt wie gemalt, aber sie lebt. Felder, Höfe, Wege – alles in Bewegung.

Hier wartet auch der legendäre Gladiator-Spot. Genau die Szenerie, die du aus dem Film Gladiator kennst. Und ja – es fühlt sich genauso episch an. Die Route zieht sich wellig durch die Landschaft. Kurze, knackige Rampen wechseln sich mit flowigen Abfahrten ab. Mal brennende Sonne, mal kühler Schatten. Immer wieder diese weiten Blicke über die Hügel – genau dafür bist du hier.

Dann taucht Monticchiello vor uns auf. Ein kleines Dorf, eingehüllt in mittelalterliche Mauern. Kopfsteinpflaster, enge Gassen, Postkarten-Vibe. Du rollst durch und hast sofort das Gefühl, durch eine andere Zeit zu fahren.

Und ganz ehrlich: Ob du ein Dorf siehst oder fünf – die Magie bleibt. Kein Grund für FOMO. Diese Region funktioniert auch in kleinen Dosen. Jede Runde, jeder Abstecher lohnt sich.

Klar, der Tourismus ist da. Viele Häuser sind Airbnbs, die Cafés auf Besucher eingestellt. Der Espresso schmeckt trotzdem – auch wenn er ein bisschen mehr kostet als beim Italiener um die Ecke. Wir trinken, füllen Flaschen und ziehen weiter.

Jetzt wird’s ernst. Die Rampen kommen im Wechsel – kurz, steil, gemein. Dazu 30 Grad. Die Landschaft liefert weiter: Olivenhaine, Felder, staubige Wege. Aber die Beine spüren’s.

Wir kämpfen uns hoch bis nach Montepulciano. Statt nur außenrum zu rollen, nehmen wir die Extrarunde mit rein in die Altstadt. Der Hauptplatz wirkt wie eine kleine Bühne – irgendwo zwischen Florenz-Vibes und ganz eigener Ruhe. Rathaus, Turm, Naturstein – alles da. Und direkt dahinter wieder dieser Blick über die Hügel.

Dann heißt es: Rollen lassen. Runter vom Hügel, Tempo aufnehmen, kleine Straßen, kaum Verkehr. Flow zurück Richtung Ausgangspunkt.

Fazit? Diese Tour ballert. Landschaft, Gravel, Kultur – alles dabei. Aber unterschätzt sie nicht. Im Juni ist es schon richtig heiß. Wenn du die Wahl hast: fahr im April. Angenehme Temperaturen, weniger los – und die Toskana zeigt sich von ihrer besten Seite.

Und das Beste: Diese Runde macht sofort Lust auf mehr.

Weitere Touren von GravelDeluxe

Neueste Touren auf GravelDeluxe

Weiter
Weiter

Graveln, wo der Wind nie Pause macht - Right Ride: Der Norden